Gedanken zu Gesundheit und Krankheit

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Meine Gedanken zu Gesundheit und Krankheit:

Fülle erleben durch Selbstbeschränkung

Ich habe einen Rosenbusch im Garten.
Der wächst und wuchert gerne an einer Seite über mein Werbeplakat, auf dem steht, was ich beruflich mache. Ich gehe manchmal hin, und schneide die Zweige ab, die durch ihren starken Wuchs verhindern würden, dass Kunden meine Praxis leicht finden können. Ich tue das, obwohl ich den Rosenbusch liebe. Aber ich bin die höhere Instanz. Der Rosenbusch kann sich nicht selbst beschränken. Er hätte vielleicht verhindert, dass mich ein Mensch gefunden hätte, der meine Hilfe braucht. Das darf ich nicht zulassen. Er darf seine Blüten an allen anderen Seiten austreiben, und alle die ihn sehen, damit erfreuen.

Blattläuse befallen eine Pflanze.
Jede Blattlaus liebt ihr Leben. Ameisen melken die Blattläuse. Ameisen lieben Blattläuse. Solange es genug Käfer und Vögel gibt, die die Vermehrung der Blattläuse beschränken, leben die Pflanze und die Blattläuse, die Ameisen, die Käfer und die Vögel in Fülle. Die Vögel sind die höhere Instanz für die Insekten. Sterben zu viele Vögel durch den Menschen, vermehren sich die Blattläuse, die Ameisen und die Käfer, und leben kurze Zeit in Saus und Braus. Dann stirbt die Pflanze aber, weil sie nicht zu viele Blattläuse ertragen kann- sie erstickt. Alle Blattläuse ergreifen die Flucht, weil sie nicht mehr von der Pflanze leben können. Sie krabbeln langsam in alle Richtungen und trocknen aus, weil der Mensch die meisten Bienen mit seinen Chemikalien für den "Pflanzenschutz" getötet hat, und weil diese Pflanze die letzte Pflanze in der näheren Umgebung war. Sterben die Blattläuse, können die Ameisen und Käfer nur noch kurze Zeit von den letzten toten Blattläusen leben, dann verenden sie.

Jeder Mensch hat die große Chance, seine eigene höhere Instanz zu sein. Jeder Mensch in einem freien Staat kann rechtzeitig Abstriche machen, noch bevor er krank wird, oder andere krank macht. Egal wie sehr wir unsere Übertreibungen "lieben". Wir können rechtzeitig auf Dinge im Übermaß verzichten, uns beschränken beim Essen, bei Giften, die wir uns selbst selbst oder der Umwelt antun. Sich beschränken auf ein erträgliches Maß an Arbeit, sich selbst beschränken bei allzu vielen Verpflichtungen, die man sich selbst durch Fehlentscheidungen auferlegt hat, rechtzeitig die Notbremse ziehen bei unschönen zwischenmenschlichen Beziehungen. Nun werden viele denken, dass sie es ja schon oft versucht haben, es aber nicht schaffen! Bis jetzt! Aber das schöne daran ist, dass man täglich beim Erwachen eine neue Chance bekommt, genau heute etwas zu verändern.

Beschränken wir uns nicht rechtzeitig selbst, so kommt eine andere, höhere Instanz und beschneidet unsere Fähigkeit zu Übertreibungen. Das können andere Menschen sein, aber auch körperliche oder seelische Krankheit, Armut oder frühzeitiger Tod. All unsere Übertreibungen, die wir so lieben oder meinen zu brauchen, sterben dann mit uns, wie die Blattläuse mit der Pflanze.

Ein gesundes Gleichgewicht im eigenen Leben kann durch fast jeden Menschen selbst wieder hergestellt werden. Wir haben mit unserem freien Willen die Fähigkeit bekommen, unsere Belastungen und unser Übermaß auf ein gesundes Maß zurück zu schneiden. Das gibt uns die Chance auf ein langes Leben in Glück und Fülle.

Ich wünsche Ihnen, lieber Leser, mit diesen Gedanken, das Bewußtsein für eine selbstverantwortliche, gesündere und glücklichere Zukunft geschärft zu haben!

Ihre Gloria Kitzberger